Der Zugang zu Lernwelten, wie er im Rahmen des futur-Dialogs des BMBF zum Thema „Lernende Gesellschaft“ gefordert wird, ist zu organisieren.
Angesichts unterschiedlicher Lebensbedingungen sind Instrumente und Lernorte zu generieren, die es allen Bürgerinnen und Bürgern, Teams und Interessengruppen, Lernenden Unternehmen, Verwaltungen, Verbänden und Vereinen ermöglichen, sich angesichts ihrer spezifischen Lernthemen Ressourcen zu erschließen bzw. sich in gesellschaftliche Entwicklungsprozesse zu involvieren.
Das Bildungssystem wird zu einer flexiblen Bildungsinfrastruktur. Nicht mehr allein formalisierte Bildungswege und Lernformen sondern vielmehr die Selbstorganisation vielfältiger und zielführender Lernanlässe, Kooperationen und Vernetzungen ist das Bindeglied einer Lernenden Gesellschaft.
Eine zukunftsfähige Lerninfrastruktur macht hierfür unabhängig vom Lebensraum, vom Hintergrund erworbener Bildung oder sozialer Herkunft, von Alter, Kultur und Eingebundenheit in Arbeit, Ausbildung oder ins soziale Umfeld Lernorte und –medien zugänglich, um selbstverantwortlich und selbsttätig immer wieder Lebensbegleitendes Lernen bzw. organisationale Orientierungs-, Lern- und Veränderungsprozesse herbeizuführen.
Hierfür bedarf es regionaler und überregionaler Supportstrukturen (Orte, Technik, Instrumente) für individuelle, interindividuelle, organisationale und interorganisationale Lernprozesse. Welche Medien, Orte und Instrumente sich hier als funktional erweisen, ist Hauptgegenstand der mit dieser Internetplattform angestrebten Promotion.
In der linken Leiste sehen Sie Infrastrukturelemente, wie sie in den Lernenden Regionen des gleich lautenden Programms des BMBF sowie im Forschungsfeld „Lernen im sozialen Umfeld“ der ABWF entwickelt werden. Ihre Realisierung und Ausgestaltung ist Aufgabe und Zielsetzung der jeweiligen regionalen Akteure. Diesen Prozess sowie vor allem Good-Practise zu dokumentieren und allen Regionen zur Verfügung zu stellen, ist Hauptaugenmerk der Promotion „Infrastruktur und Unterstützungsformen selbstorganisierten Lernens für eine Lernende Region“. Sie soll ein Beitrag sein zum Lebensbegleitenden Lernen für alle und zum interregionalem Wissenstransfer in einer Lernenden Gesellschaft.